Mama-Sein

Probleme mit dem Kindergarten: des Rätsels Lösung?

Es gibt ein Thema, das mich schon seit Monaten beschäftigt: Mein Kind will nicht in den Kindergarten gehen. Seit Sommer letzten Jahres gibt es da immer wieder Probleme. Zuerst wollte sich das Pralinchen in der Früh nicht anziehen lassen, dann wurde der Protest immer offensichtlicher, bis sie mir irgendwann ganz deutlich machte, dass sie gar nicht in den Kindergarten gehen will. Durchs Protestieren, Weinen beim Abgeben, oder auch einfach nur, indem sie sagte: „Mama, ich will da nicht hin. Ich will lieber bei dir bleiben.“

Worte, die mich mitten ins Herz treffen. Mich aber genauso mit Liebe erfüllen. Denn sie zeigen mir, dass sie sich bei mir geborgen und geliebt fühlt. 

Und dennoch muss und will ich arbeiten. Und wenn ich arbeite, dann will ich das mit gutem Gewissen tun. Kann es nicht beides geben? Eine zufriedene Working Mum und ein Kind, das die wenigen Stunden, die es im Kindergarten verbringt, toleriert?

Nicht bei uns.

Ich suchte mir Hilfe und sprach mit ihrer Pädagogin. Danach ging es wieder deutlich besser und es kam eine Phase, wo sie ohne Protest hinging. Das war direkt nach dem Gespräch letzten Herbst. Sie war selten krank, wir hatten unsere Routine und Kontinuität. Doch dann war Weihnachten, Neujahr und die Erkältungszeit begann. Seit Januar war sie praktisch mehr daheim, als im Kindergarten. Und sie wollte wieder nicht hin.

Ich könnte meinen Job nicht machen

Inzwischen kann ich seit Monaten ein bestimmtes Muster feststellen: Mein Kind geht zwei Tage in den Kindergarten und ist den Rest der Woche krank. Wieder zwei Tage im Kindergarten, wieder eine Woche krank, usw.

Wäre ich nicht zum Teil selbstständig, könnte ich niemals meinen Job behalten. Denn, ganz ehrlich, welcher Arbeitgeber würde das tolerieren? Zum Glück gibt es noch die Oma, die auf sie aufpasst, wenn ich viel zu tun habe. Oder ich kümmere mich ums kranke Kind und hole die Arbeit später – am Abend oder am Wochenende – nach. So schlängeln wir uns irgendwie durch. Aber als Dauerzustand geht das gar nicht. Noch dazu bedeutet es für mich eine psychische Belastung.

Eine Belastung, zu wissen, dass ich mein Kind in etwas hineinzwinge, was es gar nicht will. Ich bin kein Fan von „Da musst du halt durch!“. Dieses feuchte Taschentuch in meiner Jacke zu spüren, mit dem ich ihr vorhin die Tränen der Verzweiflung abgewischt habe, das fühlte sich nicht gut an. Es konnte so nicht weitergehen.

Ein Mittel gegen Kindergartenfrust: ein Wochenplan
Ein Mittel gegen Kindergartenfrust: ein Plan!

Ein Mittel gegen Kindergartenfrust: Der Wochenplan

Das zweite Gespräch am Anfang des Jahres mit der Pädagogin gab mir etwas Kraft und Hoffnung. Sie nahm sich wirklich viel Zeit für mich. Sie meinte, das Pralinchen hätte an manchen Tagen Probleme, sich in die Gruppe einzufinden, vor allem nach den vielen Pausen. Wir müssten mehr Kontinuität hineinbringen, dann würde sich das wieder legen. Sie meinte aber auch, es könnte an der Eingewöhnung der neuen Kinder Anfang des Jahres liegen. Der Lärmpegel sei durch das Weinen der Kinder recht hoch gewesen, sie lebe wahrscheinlich auch ihre eigene Eingewöhnung mit. Ein weiterer Grund könnte sein, dass sie meine Unsicherheit spürt, nach dem Motto: „Wenn es Mama nicht gut geht dabei, dann bleibe ich lieber bei ihr.“ Und sie gab mir noch einen richtig guten Tipp mit auf den Weg: einen Wochenplan zu erstellen.

Und so besprach ich jeden Sonntag mit dem Pralinchen die kommende Woche. Ich zeigte ihr, an welchen Tagen ich in die Arbeit gehe und sie in den Kindergarten, wann sie wer abholt und welches Kuscheltier sie an welchem Tag mitnehmen will. Was sie wann anziehen will, etc.

Und siehe da – es funktionierte!

Eine Zeit lang. Vor allem am Anfang der Woche. In der Mitte der Woche fragte sie schon wieder, wie lange sie noch gehen müsse. Aber zumindest spürte ich, dass uns der Wochenplan ein großes Stück Sicherheit gab. Und sie war richtig stolz auf sich, als wir die Tage gemeinsam abhakten.

Und dennoch war da noch so ein leiser Zweifel in mir. Was, wenn sie nur mir zu liebe in den Kindergarten geht? Kontinuität, Planung und Sicherheit waren das eine. Aber irgendwie hatte ich das Gefühl, dass vielleicht doch etwas Grundlegendes nicht passte. Ich betrieb also weiterhin Ursachenforschung.

Was ist der wahre Grund, warum sie nicht gerne in den Kindergarten geht?

Fragte ich das Pralinchen selbst, so erhielt ich unterschiedliche Antworten, aber vor allem, dass es im Kindergarten langweilig wäre. Und traurig. Tatsache ist, dass sie seit letzten September eines von drei ältesten Kinder in der Gruppe ist. Alle anderen sind mit 1,5 und 2 Jahren jünger als sie.

In den letzten Wochen bemerkte ich ein bislang fürs Pralinchen unübliches Verhalten: Sie begann, andere, vor allem jüngere Kinder, zu schubsen. Ihren zweijährigen Cousin schubste sie weg, zog ihn sogar an den Haaren, wenn ihr etwas nicht passte. Sie spielte auch nicht wirklich mit ihm.

Gestern war ich mit ihr in einer Spielgruppe. Sie konnte dort nichts mit den anderen Kindern anfangen, die alle jünger als sie waren. Gar nichts! Ein Mädchen in ihrem Alter schubste sie weg, einen etwa einjährigen Buben hat sie sogar getreten. Das war mir richtig unangenehm. Sie wollte nur mit mir spielen und ich konnte mich gar nicht mit den anderen Eltern unterhalten. „Dann hätten wir ja gleich zu Hause bleiben können!“, dachte ich mir. Frust auf beiden Seiten.

Bis das große Mädchen kam.

Große Sympathie für große Mädchen
Große Sympathie für große Mädchen

Das große Mädchen war etwa 10 Jahre alt, und mein 3jähriges Pralinchen fing an, sie anzuhimmeln. Sie machte ihr Komplimente: „Du hast so schöne Haare!“ und „Du hast so ein schönes Kleid!“. Schon nach kurzer Zeit unterhielten sie sich und spielten miteinander. Sie malten zusammen ein Bild aus, aßen Äpfelspalten, die die Große vorbereitete. Das Pralinchen umarmte sie und hatte sie richtig gern. Auf dem Nachhauseweg hielten sie sogar Händchen.

Und mir ging langsam ein Licht auf.

Mein Kind braucht größere Kinder zum Spielen! Vielleicht ist ihr einfach zu langweilig im Kindergarten, weil die Mehrheit der Kinder dort viel jünger ist als sie? Und die Erzieherinnen können sich ja nicht mit jedem Kind intensiv beschäftigen, das wäre unmöglich. Wahrscheinlich ist sie deshalb etwas unglücklich dort.

Dadurch, dass es ihr nicht gut geht, und sie weint, bin ich verunsichert und das überträgt sich wiederum auf sie. Ein Teufelskreis. Aber was tun? Ich kann ja keine großen Kinder in ihre Gruppe zaubern

Es hilft nur, abzuwarten. Im September kommt das Pralinchen in die große Gruppe. Meine Hoffnung ist, dass sie sich in der Gegenwart älterer Kinder wohler fühlen wird. Die Zeit bis September müssen wir halt irgendwie überbrücken…

Die eigenen Ansprüche herunterschrauben

Ich werde weiterhin den Wochenplan machen. Und ich kann ihr leider nicht jeden Frust abnehmen. Im Leben ist nicht alles perfekt, bei weitem nicht. Sie darf sich auch aufregen und weinen. Ich kann sie nur dabei begleiten und wer weiß, vielleicht wird im Herbst dann alles wieder besser? Und wenn nicht, dann gibt es noch Alternativen. Vielleicht ein Kindergarten mit Gruppen, die vom Alter her durchmischter sind?

Ich habe aber inzwischen auch für mich erkannt, dass ich vielleicht zu hohe Ansprüche an sie und an die Situation habe. Ich muss mich loslösen von dem Gedanken, dass mein Kind glücklich oder zufrieden sein muss, wenn es fremdbetreut wird. Muss sie nämlich gar nicht. Es wäre nur viel einfacher für mich, für uns beide.

Vielleicht ist es ein Mythos, dass die meisten Kinder gern in den Kindergarten gehen. Wie sieht es bei Euch aus? Gehen Eure Kinder gerne hin oder gibt es auch hin und wieder Probleme? Und wenn ja, was sind die Ursachen und welche Strategien habt ihr schon unternommen, dass es besser wird?

Bin ich eine gute Mama? 10 Gründe, die dafür sprechen

Zum „Ausprobieren-lassen“ gehört auch, die Mama anzumalen. 🙂

Wir haben gerade eine schwierige Phase, in der ich oft an meine Grenzen gerate und an mir selbst zweifle. Doch anstatt nur das Negative zu sehen, wollte ich mich mal aufraffen, um auch mal das Positive anzuerkennen. Denn vor allem als Mama ist Anerkennung sehr wichtig, und man bekommt leider viel zu wenig davon.

Vor einiger Zeit hat Frida von 2kindchaos eine Liste an Gründen veröffentlicht, warum sie eine „Supermutti“ ist. Ich habe das jetzt mal als Inspiration genommen, ebenfalls 10 Gründe aufzuschreiben, warum ich keine sooo schlechte Mama bin. Einfach, um das mal festzuhalten. Da meine Selbstzweifel ja sehr gemein sein können und sich viel zu oft in meinen Alltag einschleichen, habe ich mit dieser Liste eine „geheime Waffe“, mit der ich sie wieder wegscheuchen kann. Hoffe ich zumindest. Hier ist meine Liste:

1. Ich gehe mit meinem Kind wertschätzend um.

Auch wenn es zu Konflikten kommt, werde ich nie beleidigend oder mache sie nieder. Das sollte zwar selbstverständlich sein, aber ich habe schon öfter auf der Straße erlebt, wie Eltern ausfallend werden. Wir sind alle nur Menschen, es kann passieren, dass mal etwas Böses ausrutscht…dennoch: mir ist es wichtig, dass ich auch in Konfliktsituationen auf eine gewisse Form der Kommunikation achte. Auch wenn mich mein Kind in dem Moment zur Weißglut bringt.

2. Ich begegne meinem Kind auf Augenhöhe.

Bevor ich einen Wunsch abschlage, überlege ich hin- und her, ob ich ihr den Wunsch nicht doch erfüllen kann. Meistens kann ich das. Und wenn nicht, dann fahre ich nicht einfach über sie drüber, sondern wir diskutieren es aus. Ich suche nach Kompromissen. Es kostet mehr Energie, denn ich führe oft viele Verhandlungen. Es wäre für mich sicher einfacher, öfter ein „Nein!“ auszusprechen und das war’s. Aber so bin ich nunmal. Weil ich selbst nicht wollen würde, dass man mich so behandelt.

3. Ich lasse ihr möglichst viele Freiräume.

Sie soll sich ausprobieren und die Welt für sich entdecken, ganz nach ihrer Art. Ich versuche, sie nicht zu sehr darin einzuschränken. Es gelingt mir natürlich nicht immer, aber immer öfter. Ich will sie nicht an der kurzen Leine halten, weil sie die Dinge selbst ausprobieren muss, um zu sehen, was gut ist für sie und was nicht. Das ist oft eine Gratwanderung. In Gefahrensituationen schreite ich natürlich ein.

4. Ich spende Nähe und Trost.

Ganz viel davon. Weil ich selbst diese Nähe genieße. Ich liebe es an ihr, dass sie so kuschelig ist. Das werde ich ziemlich stark vermissen, wenn sie irgendwann mal groß ist. Das weiß ich jetzt schon. Deshalb versuche ich, jede Minute davon zu genießen.

5. Ich nehme mir bewusst Zeit für sie.

Ich mache mir nicht allzu viele Termine aus, damit wir exklusive Zeit zusammen verbringen können. Das ist ihr wichtig. Dann bin ich auch weniger gehetzt und entspannter. Und sie liebt es, wenn ich mir die Zeit nehme und mit ihr spiele, mich völlig ihr widme.

6. Ich habe schlechtes Gewissen.

Oft frisst es mich auf und wirkt nur selbstzerstörerisch und destruktiv. Oft hasse ich es wie die Pest. Doch oft bin ich auch dankbar dafür. Denn es zeigt mir: „Achtung, da hast Du eine Grenze überschritten. Schau dir das mal genauer an.“ Das schlechte Gewissen lässt mich über mich reflektieren, sodass ich Dinge verändern kann, gewisse Situationen das nächste Mal besser lösen kann.

7. Ich achte auf eine gesunde Ernährung.

Es zählt zwar nicht ganz zu den Qualitäten einer guten Mama, aber sagen wir es mal so: Ich gebe mir Mühe beim Kochen. Es gibt kaum Convenience Food aus der Packung. Ok, ab und an mal Fischstäbchen oder Würstchen….aber das war’s auch schon. Ich achte im Großen und Ganzen auf eine ausgewogene Ernährung. Dem Kind ist das leider ziemlich wurscht, Hauptsache, es bekommt was Süßes zur Nachspeise…

8. Ich erkenne meine Grenzen.

Mit der Zeit habe ich gelernt, darauf zu achten, wann es mir genug ist und ich eine Auszeit brauche. Wenn es mir zu viel wird, werde ich müde, fahrig, grantig und bin schnell genervt. Dann ist es Zeit, mal Pause zu machen. Vor allem habe ich gelernt, das (dem Mann) zu kommunizieren. Dann spreche ich auch mal Klartext und sage, dass ich JETZT eine Auszeit brauche, und seien es nur ein paar Minuten. Ein laanger Weg war es bis dahin (vor allem, es zu erkennen und auch auszusprechen), das könnt Ihr mir glauben. Aber es macht das Familienleben so viel einfacher!

9. Ich bilde mich weiter.

Nach der Geburt war ich so überfordert und teilweise verzweifelt, dass ich nicht mehr wusste, was ich wann machen soll und was richtig und falsch ist. Was mir damals geholfen hat, war, ganz viele Bücher zu lesen. Ich habe Elternratgeber verschlungen wie hochspannende Krimis. Jetzt ist diese Phase wieder vorbei. Aber das Wissen ist irgendwo im Hinterstübchen geblieben. Und Blogs lese ich immer noch. Gilt doch auch als Weiterbildung, oder? 😉

10. Ich versuche, mein Kind zu verstehen.

Und das ist der wichtigste Punkt für mich. Wann immer es möglich ist, versuche ich, mich in sie hineinzuversetzen. Wie geht es ihr gerade? Was fühlt sie? Auch wenn ich sie nicht immer verstehe – ich versuche es. Es ist oft schwierig und es kostet mich Energie, vor allem bei Wutanfällen. Aber ich denke mir: sie wird schon ihre Gründe haben. Und diese Gründe möchte ich nachvollziehen. Ich frage nach und nicht immer erhalte ich eine Antwort. Aber ich interessiere mich für sie.

Und warum bist Du eine gute Mama? Ich hoffe, Du findest noch mehr Gründe als ich!

Mama sein: Nähe geben und loslassen

Diese Verbindung, die wir beide zueinander haben, ist ein einziges Nähe-geben und Loslassen. Du bist bei anderen Menschen gut aufgehoben, fühlst dich wohl. Und dennoch bedrückt es mich manchmal, wenn ich nicht immer bei Dir sein kann. Wenn andere Menschen Zeit mit Dir verbringen. Vielleicht läuft nicht immer alles so, wie Du es Dir wünschst. Aber sie glauben an Dich. Du lernst von ihnen und sie von Dir. Und sie haben eine Verbindung zu Dir. So wie ich.

Doch unsere Verbindung ist einzigartig.

Wir waren zwei Körper in einem, haben alles zusammen geteilt. Was ich gegessen habe, hat Dich genährt. Ich habe Deine Bewegungen gespürt. Deinen Schluckauf. Du warst winzig, ein Zellhaufen, eine Bohne und bist zu einem kleinen Menschen gewachsen. Jetzt bist Du schon fast einen ganzen Meter groß. Unglaublich!

Mit jedem Zentimeter, den Du gewachsen bist, wurdest Du immer mehr „Mensch“. Du hast gelernt zu laufen, zu sprechen, zu tanzen. Mit jedem Zentimeter, den Du an Größe gewinnst, wächst auch das Band zwischen Dir und mir. Es wird immer länger. Du sagst: „Mama, weg!“. Du schiebst mich manchmal richtig weg von Dir. Heute, da sagtest Du sogar: „Ich bin schon groß und brauche die Buba* nicht mehr!“.

Ich sehe zu, wie ich Dich immer mehr loslassen muss.

Ich sehe, dass ich nicht immer Deine Hand halten darf, denn Du willst es nicht. Ich soll Dich auch nicht auf den Arm nehmen, denn Du willst alleine gehen. Du willst Dich alleine anziehen, alleine Zähne putzen, alleine aufs Klo gehen. Am liebsten würdest Du alles alleine machen.

Das Band zwischen uns wird immer länger.

Doch je länger dieses Band wird, umso tiefer wird unsere Verbindung. Ich habe sie schon bei Deinem ersten Atemzug gespürt. Ganz sanft. Und bei deinem ersten Brabbeln. Dann wurde sie immer stärker. Inzwischen kann ich mir ein Leben ohne Dich nicht mehr vorstellen. DU bist mein Leben! Mein Lachen, mein Weinen, mein Augenblick voll Glück. Du bist das alles für mich und noch viel mehr.

Und ich? Ich bin noch immer der sichere Hafen, zu dem Du immer wieder zurückkehrst. Du suchst meine Nähe, und ich gebe sie Dir, wann immer Du sie brauchst. Wenn Du Dir wehtust, Dich etwas verängstigt oder verunsichert. Oder wenn Du schlafen gehen, kuscheln oder einfach nur Mama tanken willst.

Wir sind zusammen gewachsen und mit uns wächst auch das Band. Du gehst los und kommst wieder zu mir zurück. Ich umarme Dich, gebe Dir Halt und lasse Dich wieder losziehen.

Nähe und Halt geben. Loslassen. Loslassen und Nähe geben – genau das ist es, was Du brauchst. Genau so sehe ich meine Rolle als Deine Mama.

Auch wenn Loslassen nicht meine Stärke ist – das war es noch nie – hilft es mir doch, wenn ich an unser Band denke. An unsere Verbindung, die immer einzigartig bleiben wird. Ein Leben lang.

 

*Brust

Hilfe! Mein Kind will nicht in den Kindergarten!

Kindergarten-Frust: ein Drama in vier Akten

Montag: Mama, ich will bei dir bleiben. Ich will nicht in den Kindergarten!

Es ist 8:40 Uhr und ich sitze in der Straßenbahn. Noch ein paar Stationen, dann bin ich in der Arbeit. In der neuen Arbeit, die ich zwei Tage die Woche mache und die mir Spaß macht. Und nebenbei mache ich mich selbständig. Ich sitze da, und würde am liebsten losheulen. Ich spüre den Schmerz einer Mama, so fühlt sich das also manchmal an, dieses Mama-Sein. Es kann so sehr weh tun.

Sie kuschelte sich heute Früh zu mir und schaute mich mit ihren wunderschönen, kindlichen, verweinten Augen an und sagte: „Ich möchte zu Hause bleiben, Mama!“. Mein Kind wollte heute nicht in die Kita. Heute nicht und die letzte Woche auch nicht. Sie weinte zu Hause, nicht erst im Kindergarten. Dort ist sie sehr kontrolliert. Dort ging sie heute mit ein wenig zögern, aber ohne Weinen hinein. Aber zu Hause, da lässt sie ihre Gefühle raus. Gefühle und Worte, die mich mitten ins Herz treffen. Denn am liebsten würde ich sie zu Hause lassen. Aber es geht heute nicht. Und wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, dann möchte ich auch arbeiten, denn ich arbeite gerne und meine neue Arbeit macht mir Spaß. Aber um welchen Preis? Um diesen hier? Das ist ein ganz schön hoher, denn es sind die Tränen meiner Tochter. Meiner kleinen Tochter, die erst zweieinhalb Jahre auf dieser Welt ist und schon so früh erfahren muss, was Pflicht heißt.

Selbstzweifel schleichen sich ein. „Hätte ich sie doch erst mit drei Jahren in den Kindergarten gegeben, nicht mit eineinhalb. Vielleicht war es einfach zu früh für sie.“ Gedanken, die null bringen, weil man es sowieso nicht mehr ändern kann.

Dienstag: Houston, wir haben ein Problem!

Neuer Tag, neues Glück! Oder Unglück…denn das Kind will partout nicht in den Kindergarten gehen. Ich spreche auf sie ein, sage, wir machen uns einen schönen Nachmittag danach. Rufe die Oma an, die sie dann vom Kindergarten abholen würde. Nichts hilft. Sie weint bitterlich und protestiert heftig. Und das Schlimmste daran: ich kann sie so gut verstehen. Denn sie war vier Wochen lang nicht im Kindergarten und als sie zurückkam, war plötzlich alles anders. Alle ihre Freunde und Freundinnen sind in die große Gruppe ab 3 Jahren übersiedelt und mit einem Mal weg. Dafür sind jetzt viele neue, jüngere Kinder da. Viele davon können noch nicht einmal sprechen. Und noch dazu weinen sie ganz viel, weil sie gerade eingewöhnt werden. Ach ja, und die Pädagoginnen haben natürlich wegen der Eingewöhnung auch weniger Zeit für sie. Irgendwie kein Wunder, dass sie da gerade nicht so gerne hingeht…

Aber was mache ich jetzt? Ich zwinge mein Kind üblicherweise nicht, sondern behandle es – soweit es möglich ist – auf Augenhöhe. Soll ich sie jetzt unter Protest und Weinen hinschleppen? Das kann ich mir gar nicht vorstellen und es liegt mir fern, das zu tun. Ich bin verzweifelt, unsicher, was ich machen soll. Ich muss heute nicht ins Büro, arbeite im Homeoffice. Armes Pralinchen, ich fühle mit ihr, wenn sie so weint. Vielleicht spürt sie das, dass ich zu Hause bleibe? Aber ich wollte unbedingt an meiner Firmen-Website arbeiten, um die Selbständigkeit voranzubringen. Denn ich muss ja Geld verdienen. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Arbeit und Kind. Immer diese Entscheidungen! Das ist etwas, womit ich mir immens schwer tue als Mama.

Das Mama-Herz siegt. Ich entscheide mich dafür, sie zu Hause zu lassen und nicht in den Kindergarten zu bringen. Und nebenbei im Homeoffice zu arbeiten, damit sie sieht, dass ich beschäftigt bin. Natürlich bringe ich arbeitstechnisch nichts weiter, denn sie zerrt am Kabel, will mit der Maus spielen, will, dass ich mich mit ihr beschäftige. Eh klar, wie konnte ich nur so blöd sein und denken, das würde halbwegs funktionieren?

Ich lasse also untertags die Website erstmal Website sein und arbeite dafür in der Nacht. Aber: juhu! Ich bringe tatsächlich etwas weiter. Inzwischen hole ich mir auch ein paar Tipps von anderen Mamas, was ich tun soll, wenn das Kind nicht in den Kindergarten geht. Und ob sie es dann auch zu Hause lassen würden. Die Antwort ist klar: Nein, keinesfalls zu Hause lassen. Das wäre kontraproduktiv.

Mittwoch: Das Kind ist wie ausgewechselt. Und geht in den Kindergarten. Aufatmen!

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Und vor allem mein Kind nicht mehr. Nach einer Woche Kindergartenfrust und totalem Boykott in den letzten zwei Tagen, geht es plötzlich wieder. Sie ist sehr kooperativ, lässt sich anziehen (was sonst nicht so gut funktioniert). Sie isst ihr Frühstück, nimmt ein Stofftier (statt gefühlten zehn) mit. Sie freut sich sogar, als wir beim Kindergarten ankommen. Geht ohne zu zögern in die Gruppe. Ich freue mich, frage mich aber auch nach dem Grund des plötzlichen Sinneswandels. War der Protest aus Trotz? Dass sie bestimmen wollte: „Jetzt bleibe ich mal zu Hause!“ Nein, das glaube ich nicht. Mein Kind will mich ja nicht manipulieren. Oder hatte sie einfach keinen Bock? So wie wir manchmal auch keinen Bock haben, in die Arbeit zu gehen.

Donnerstag: Gespräch mit der Pädagogin – des Rätsels Lösung?

Es ist Elternabend im Kindergarten und ich suche ein Gespräch mit der Pädagogin. Weil ich denke, dass es diese Anti-Kindergarten Tage öfter geben wird und weil ich mir fachlichen Rat holen will, was ich in diesem Fall machen soll. Schließlich kennt sie ja das Pralinchen und kann womöglich die Lage gut einschätzen. Sie nimmt sich viel Zeit für unser Anliegen (der Mann ist mit dabei), und meint, dass sei die Reaktion auf den Trennungsschmerz. Denn sie sei in der Gruppe immer sehr entspannt und bringe sich sehr gut ein. Ich sollte ihr Sicherheit geben. Sicherheit und Klarheit, indem ich ihr sage: „Wir gehen jetzt in den Kindergarten und ihr werdet dort dieses und jenes tun.“ Und eine gewisse Kontinuität bewahren. Denn so sei sie auf dem letzten Stand, was die Entwicklung der anderen Kinder betrifft. Aber was mich richtig berührt hat:

„Ich persönlich würde es sehr schade finden, wenn das Pralinchen öfter als sonst zu Hause bliebe. Denn sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und eine echte Bereicherung für die Gruppe. Und immer, wenn sie etwa später kommt als sonst, fragen wir uns, ob wir vielleicht einen Anruf überhört hätten, und hoffen, dass sie noch kommt.“

Und damit ist die Sache für mich klar: mein Kind ist hier bestens aufgehoben und wird mit viel Herz betreut. Auch wenn uns der Trennungsschmerz auch nach einem Jahr Kindergartenzeit immer noch nicht ganz loslässt.

Haben Eure Kinder auch Anti-Kindergarten Phasen? Was macht Ihr dann? Und vor allem: Wie geht es Euch dabei?

Was Kinder wirklich glücklich macht

Als Eltern wollen wir alles Mögliche dafür tun, dass unsere Kinder glücklich sind. Wir lesen ihnen alle Wünsche von den Augen ab, kuscheln oder spielen mit ihnen, kochen ihr Lieblingsessen, kaufen ihnen Spielzeug, gehen in den Vergnügungspark oder auf den Spielplatz. Oft, sehr oft sogar, machen wir auch Sachen, die uns selbst gar nicht so viel Spaß machen. Aber wir machen es ihnen zuliebe, damit unsere Kinder glücklich sind. Damit sie eine schöne Kindheit haben. Schließlich lieben wir sie ja, und wenn du jemanden liebst, tust du alles dafür, dass der andere glücklich ist. Denn wenn er glücklich ist, dann bist auch du selbst glücklich. Ist doch so, oder etwa nicht?

Was wir dabei verkennen: Kinder haben eine andere Empfindung von „Glück“. Und oft brauchen sie gar nicht so viel, um zufrieden zu sein. Oder zumindest nicht das, woran wir Erwachsene denken, wenn wir sie glücklich machen wollen. Ein Beispiel gefällig?

Vor ein paar Wochen habe ich mich dazu entschlossen, meinen Job aufzugeben. Warum? Damit ich mehr Zeit mit meinem Kind verbringen kann einerseits, und andererseits wollte ich mich auch beruflich verändern. Aber mein Hauptgedanke dabei war: Wenn ich weniger arbeite und mehr Zeit mit meinem Kind verbringe, dann ist auch mein Kind zufrieden. Denn schließlich widme ich meinem Kind mehr Aufmerksamkeit, Nähe, etc. Ich wollte etwas richtig machen. Wie immer.

Also habe ich beschlossen, ein Monat „Auszeit“ zu nehmen, um mich einzig und allein meinem Kind zu widmen. Die ersten zwei Wochen waren auch wirklich schön: morgens so lange ausschlafen wie wir wollen, gemeinsames Frühstück, dann auf den Spielplatz, Mittagsschlaf und Essen, wieder auf den Spielplatz oder zu Hause lümmeln. Ohne Termindruck.

Doch es war nicht ganz so, wie ich es mir erwartet habe. Denn ich hatte völlig vergessen, wie viel Energie man aufbringen muss, um ein Kleinkind den ganzen Tag bei Laune zu halten. Mein Kind hatte ziemlich viele Wutanfälle in dieser Zeit. Und sie wollte auch sehr oft „Peppa Wutz“, ihre Lieblingsserie schauen. Vielleicht langweilte sie sich? Womöglich war sie unterfordert, denn ich hatte zugegebenermaßen auch nicht immer die Muße, mir neue Spielideen oder Programm auszudenken. Es war schön, aber nicht immer harmonisch. Wir hatten einige Konflikte. Ich ertappte mich dabei, wie ich ihr mehr Dinge als sonst verbat, was sie frustrierte. Manchmal bekam sie aber auch einen Wutanfall aus dem Blauen heraus und ich wusste nicht, warum. Es war wunderbar, so viel Zeit mit ihr zu verbringen. Und gleichzeitig anstrengend.

Wie anstrengend es wirklich war, merkte ich erst, als wir in den Urlaub fuhren und ich die ersten zwei Tage so müde war, dass ich nur noch schlafen konnte. Was natürlich nicht immer möglich war, und mir nichts anderes übrig blieb, als mich nur irgendwie wach zu halten. Zum Glück fiel der Mittagsschlaf vom Kind etwas länger aus und ich konnte mich dazulegen. Und dennoch taumelte ich so vor mich hin, und die Tage waren wie mit einem Schleier überzogen. Ich fühlte mich ausgepowert wie schon lange nicht mehr. Es dauerte eine gewisse Zeit, bis ich mich so richtig erholen konnte.

Und jetzt? Abgesehen von den sehr unruhigen Nächten mit durchschnittlich 6 Mal aufwachen, bin ich ziemlich entspannt. Und mein Kind auch. Ich wage es sogar zu behaupten, dass ich mein Kind selten so glücklich gesehen habe, wie jetzt. Sie lacht viel mehr, hat nur ganz wenige bis gar keine Wutanfälle und spricht wie ein Wasserfall. Warum? Weil es ganz viele helfende Hände und Spiele-Partner gibt.

Wir haben hier im Urlaub einen sogenannten „Familien-Clan“, der sich aus dem Mann, meiner Mutter, meiner Tante, meiner Cousine, meinem Papa und dem Hund zusammensetzt. Jeder passt ein bisschen auf das Kind auf, abwechselnd. So bekommt sie ganz viel Aufmerksamkeit, von unterschiedlichen Leuten.

Jeder hat auch einen anderen Umgangs-Stil. Meine Tante ist eine eher Vorsichtige und sie schwelgt jedes Mal dahin, wenn das Pralinchen ihr etwas auf ihre Art erzählt. Meine Cousine ist sehr einfühlsam und kümmert sich rührend um sie. Die Oma blödelt manchmal gerne mit ihr, erzählt ihr Geschichten, kocht ihr was Leckeres und der Papa verführt sie zu einem langen Spaziergang mit Schoko-Bananen-Pancakes.

Und immer wieder denke ich mir: mein Kind ist gerade richtig happy, weil sie mitten in diesem Clan ist. Weil das so ist, wie wir Menschen schon seit Generationen aufgewachsen sind. Artgerecht. Und ich traue mich zu behaupten, dass genau das Kinder besonders glücklich macht: Wenn sich viele unterschiedliche Menschen liebevoll um sie kümmern. Menschen, denen sie vertrauen können, die ihre Bedürfnisse ernst nehmen, die ihnen Aufmerksamkeit schenken. Viele unterschiedliche Menschen, nicht nur Mama. Oder Papa.

Und natürlich ist mir bewusst, dass wir diesen Familien-Clan nur ein-bis zwei Mal im Jahr in dieser Form haben. Und dass es ein Privileg ist, sich mit der Familie einigermaßen gut zu verstehen, sodass man gemeinsam auf Urlaub fährt (trotz der einen oder anderen Meinungsverschiedenheit). Bei vielen wäre das gar nicht möglich oder sogar undenkbar. Aber wenn es nicht der Familien-Clan ist, dann vielleicht ein Netzwerk aus Freunden und Bekannten?

Jede helfende Hand und jeder zusätzliche Spiele-Partner zählt. Denn gemeinsam können wir viel effektiver zum Glück unserer Kinder beitragen.

Wie seht Ihr das? Und was macht Eure Kinder glücklich? 

 

Soll ich auf mein Herz hören?

Liebes Pralinchen,

es gibt Tage, da komme ich einfach nicht durch zu Dir. Heute war so ein Tag. Du bist aufgestanden, wolltest nicht mit mir frühstücken, hast gejammert, gequengelt, geweint. Egal, was ich gemacht habe, es war nicht richtig. Du hast Dich hineingesteigert und richtig bitterlich geweint. Du hast an mir geklammert, meine Nähe gesucht. Ich habe Dich gefragt, was denn los sei. Ob du Hunger hättest oder Durst, ob du müde wärst oder dir etwas weh täte. Nein.

Es hat mir das Herz gebrochen, Dich so weinen zu sehen und nicht zu wissen, was Dir fehlt. Ich habe mich gefragt, was ich denn nun machen soll. Ich musste nämlich los, zur Arbeit. Sollte ich Dich zu Hause behalten? Oder doch in den Kindergarten bringen? Du weintest weiter und ich fühlte mich hilflos. Allein gelassen in einer Situation, in der ich nicht wusste, wie ich mich entscheiden soll. Noch dazu in Windeseile, weil es schon spät war.

Ich habe mich entschieden, Dich in den Kindergarten zu bringen und die Oma sollte dich abholen, falls etwas wäre. Ich fühlte mich, wie so eine toughe „Working Mum“, die ich eigentlich gar nicht bin. Kaum gingen wir auf die Straße, hörtest Du auf zu weinen. Wir gingen wie üblich unseren Weg in den Kindergarten. Alles war gut. Auch bei der Verabschiedung war alles in Ordnung. Ich sagte noch zur Erzieherin, sie solle mich sofort kontaktieren, falls etwas wäre. Das gab mir Halt.

Als ich in die Arbeit fuhr, sah ich eine Mama mit ihrem Kind und hatte plötzlich starke Sehnsucht nach Dir. Ich beneidete sie. Ich hoffte wirklich sehr, dass es Dir gut ging. Ich schluckte meine Gefühle hinunter. Ich musste funktionieren.

Es kam kein Anruf aus dem Kindergarten. Als Dich die Oma abholte, schickte sie mir eine Nachricht, dass alles gut gewesen sei. Du hättest nicht geweint und alles sei wie sonst gewesen. Ich war in dem Moment erleichert. Und jetzt, da ich diese Zeilen in der Stille der Nacht schreibe, frage ich mich: Vielleicht musstest Du auch funktionieren, so wie ich? Vielleicht hast Du auch Deine Gefühle hinuntergeschluckt?

Und plötzlich beginne ich alles zu hinterfragen. Das ganze System. Warum es nicht möglich ist, freier zu sein. Warum wir in etwas hineingepresst werden, was wir nicht immer wollen. Warum wir oft „durch“ und funktionieren müssen. Warum wir überhaupt so viel müssen.

Ich frage mich: ist es das Leben? Gehört das einfach dazu und ist es gut, dass Du schon so früh lernst, dass nicht immer alles so sein kann, wie wir es gerade wollen? Dass viele Situationen im Leben einfach schwierig sind und wir wieder gestärkt herauskommen, wenn wir sie meistern? Vielleicht bin ich zu sensibel für diese Welt, und womöglich hätte jemand anderer sich gar nichts dabei gedacht und es ganz locker weggesteckt? Oder sollte ich Deine und meine Gefühle als Warnsignal erkennen und einen anderen Weg gehen? Soll ich auf mein Herz hören?

Mein Herz ist verzweifelt und weiß nicht weiter. Mein Verstand sagt: „Warte ab und beobachte. Vielleicht wird alles gut.“ Wie du siehst, bin ich hin- und hergerissen. Solche Situationen gibt es oft im Leben und bis jetzt habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich meist alles von alleine löst.  Dass man oft Geduld haben muss. Und dass ich mir immer viel zu viele Gedanken mache.

Und trotzdem ist da noch mein Herz. Mein völlig verstandloses Mama-Herz, das Dich unendlich liebt und will, dass es Dir gut geht. Das nur das Beste will für Dich. Für immer.

Deine Mama

 

Nachsatz: Mit diesem Beitrag bewerbe ich mich für den scoyo ELTERN! Blog Award 2017. Drückt mir bitte die Daumen!

15 Mama-Skills: Seit ich Mama geworden bin, kann ich…

1. Die Rotznase am Ärmel abputzen, wenn das Kind auf mir schläft und kein Taschentuch in greifbarer Nähe ist.

2. Eine Tafel Schoki heimlich verputzen, ok…nicht ganz…zumindest eine halbe habe ich schon mal geschafft!

3. Geräuschlos aus dem Zimmer schleichen, wenn das Kind schläft. Eine Cobra-Einheit stinkt ab dagegen.

4. Mit einer Hand kochen.

5. Abgelutschtes, angesabbertes, wiedergekäutes und ausgespucktes Essen verzehren. Härter als jede Dschungelprüfung.

6. Bloggen und twittern.

7. Zeichnen. Einen Hund, einen Elefanten, ein Haus und eine Katze. Mittlerweile sehr routiniert. Aus Gründen.

8. Schlafen, obwohl ich in der Nacht geweckt werde. Nicht immer, aber immer öfter.

9. Die Wollmäuse knallhart ignorieren. Sogar wenn sie mit selbstgemachten „Hungerstreik“ – Schildchen gegen mich demonstrieren.

10. Kinderlieder. Jede einzelne Strophe auswendig. Leider weiß ich nur nicht, wie ich den Ohrwurm wieder loswerde. Hat wer einen Tipp?

11. Sachen mit den Füßen vom Boden aufheben (das war noch zu Tragetuch-Zeiten).

12. Hemmungslos weinen, wenn ich in Film und Fernsehen irgendwas sehe, wo Kinder mies behandelt werden.

13. Mit einer Hand den Kinderwagen schieben, dabei das Kind auf dem Arm haben und gleichzeitig telefonieren.

14. Babysprache verstehen. Habe ich früher als Kinderlose nie kapiert, wie Eltern auch nur ein Wort aus dem Gebrabbel ihrer Kinder heraushören konnten.

15. Pipi gaaaanz lange zurückhalten. Stillende Mamas wissen, wovon ich spreche.

Und welche Fähigkeiten habt Ihr so erworben?

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