Polen

Polnische Ostern: Wochenende in Bildern

Wir feiern jedes Jahr polnische Ostern, und so steht auch dieses Osterwochenende ganz im Zeichen der polnischen Tradition. Die Familie meiner Mama kommt aus Polen, und so hat sich das bei uns mittlerweile eingebürgert, dass wir Ostern immer auf diese Art feiern.

Am Ostersamstag gibt es bei uns zu Hause erstmal kein Frühstück, denn das darf man erst essen, nachdem die Speisen geweiht worden sind. Wir gehen zu Oma und Opa und auch die Zwillinge – mein Cousin und meine Cousine – sind aus Polen angereist. Sie sind gerade 18 geworden.

Die Oma färbt mit dem Pralinchen Eier mit Zwiebelschalen. Eines davon soll ins Osterkörbchen kommen.

Das Osterkörbchen, ganz nach polnischer Ostertradition, wird vorbereitet: mit sieben verschiedenen Speisen, von denen jede etwas symbolisiert. Das Brot steht für Wohlstand, das Ei für Wiedergeburt, das Salz soll Böses vertreiben, die Wurst soll Gesundheit und Fruchtbarkeit garantieren, der Käse symbolisiert die Eintracht des Menschen mit der Natur, der Meerrettich steht für körperliche Stärke und der Kuchen für Vollkommenheit. Das Pralinchen hat noch einen selbstgebastelten Osterhasen und ein Küken hineingeschmuggelt.

Meine kleine Erdbeere macht sich mit dem Osterkörbchen auf den Weg in die Kirche.

Dort werden die Speisen geweiht, die für das Osterfrühstück vorgesehen sind. Die Menschen haben sich mit ihren Körbchen ganz viel Mühe gegeben.

Endlich gibt es das lang ersehnte Osterfrühstück. Es sind schon alle ganz hungrig.

Am Nachmittag gehen Mann und Kind in den Park. Ich habe den Mann gebeten, dass er Fotos machen soll, aber das hat er leider vergessen. Darum habe ich nur dieses eine Foto für Euch, als das Pralinchen am Abend vor dem Schlafengehen noch Osterputz macht. „Muss putzen, weil es gibt Unordnung“. Ja, das hat sie tatsächlich gesagt. Meine Karriere als ordentliche Hausfrau ist hiermit wohl beendet.

Die Nacht war sehr mühsam, wahrscheinlich musste sie die vielen Eindrücke verarbeiten, denn sie konnte ganz lange nicht einschlafen und ist mehrmals aufgewacht.

Am nächsten Tag starten wir wieder mit einem gemütlichen Frühstück, im Beisein von Schaf, Eiern, Hühnchen und Co.

Das Pralinchen sucht Ostereier. Wo könnte der Osterhase sie wohl versteckt haben?

Da unten?

In der Schatztruhe?

Oder da drinnen?

Dieses Foto ist übrigens im Technischen Museum entstanden, wo gerade ein neuer Spielbereich  dazugebaut worden ist. Ich finde, das haben sie richtig schön gemacht.

Mein Mädchen entdeckt das Universum.

Danach geht’s weiter zum Ostersonntag feiern bei Oma, Opa und den Zwillingen.

Nach polnischer Tradition nimmt man sich ein Ei und teilt dem anderen mit, was man sich für ihn wünscht.

Meine Mama hat sich wieder ins Zeug gelegt, was das Palmsonntags-Essen betrifft. Es gibt polnische Rote-Rüben-Suppe und Osterschinken.

Und zum Nachtisch einen polnischen Osterkuchen mit Schoki.

So, das waren unsere polnischen Ostern. Und wie habt Ihr die Feuertage verbracht? Viel mehr Bilder sehr Ihr bei Susanne von Geborgen Wachsen.

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