Tradition

Ostern in Polen: Wochenende in Bildern 04/18

Wir haben Ostern diesmal in Polen gefeiert. Mit der ganzen Familie – von meiner 90-jährigen Oma bis zum 3-jährigen Pralinchen. Ich mag das polnische Osterbrauchtum wirklich sehr, und möchte Euch hier ein paar Einblicke zeigen.

Samstag:

Wir sind um 10:00 Uhr nachts von Wien weggefahren und kommen um 6:00 Uhr in Warschau an. Wären wir untertags gefahren, hätten wir noch zwei Stunden länger gebraucht. Ziemlich müde und fertig essen wir erstmal Frühstück.

Danach machen wir den traditionellen Osterkuchen – genannt „Mazurek“ – fertig. Die Kinder (das Pralinchen und ihr Cousin) verzieren den Teig mit Karamell und trockenen Früchten. Ein bisschen so wie Pizza belegen…

Wir kochen Eier in Zwiebelschalen und verzieren sie.

Anschließend machen wir das Osterkörbchen fertig. Da kommen Brot, Wurst, ein Ei, Salz, ein Lämmchen aus Zucker und ein paar grüne Zweige hinein. Jedes davon hat einen symbolischen Wert. Wir gehen in die Kirche, um die Speisen weihen zu lassen. Das Pralinchen ist ganz stolz auf ihr Körbchen.

Nach einem kurzen Schläfchen, das wir dringend nötig haben, besuchen wir meine Tante. Ich finde dort einen Zettel, den mir mein Cousin geschrieben hat, als wir klein waren.

Die Nachricht lautet übersetzt sowas wie: Mein liebes Schwesterchen! Ich gehe jetzt duschen und du holst dir Deine Sachen zum Sticken. Wenn ich fertig bin, dann werden wir ganz viele unerhörte Dinge machen!

Was er wohl damit gemeint hat? Es hat mich jedenfalls sehr zum Lachen gebracht. Überhaupt hat mich das auch sehr gewundert, dass ich damals schon sticken konnte. Das wusste ich nämlich gar nicht.

Sonntag:

In Polen isst man traditionell ein üppiges Frühstück am Ostersonntag. Den Tisch hat meine Schwägerin wirklich sehr schön gedeckt und es gibt ganz schön viele verschiedene Speisen.

DIe ganze Familie kommt zusammen, auch meine Großeltern kommen zum Frühstück. Meine Oma hat vor ein paar Monaten den 90er gefeiert. Ich bin total glücklich, sie wiederzusehen.

Wir sprechen ein paar Wünsche aus und teilen miteinander ein Ei – das macht man traditionell so zu Ostern in Polen.

Während ein Teil der Familie in die Kirche fährt, versucht der andere sein Glück auf dem Spielplatz.

Mittagessen mit meiner polnischen Lieblingssuppe: Zurek. Die Suppe wird auf Basis einer Brühe aus Sauerteig gekocht und schmeckt leicht säuerlich. Sieht nicht so lecker aus, ist sie aber.

Danach kommt der Osterhase. Wir haben einige Leckereien und Geschenke für die Kinder im Haus versteckt.

Und danach gibt es nochmal eine tolle Überraschung fürs Pralinchen. Ihre Tante hat für sie extra eine Peppa Wutz Torte bestellt, um den Geburtstag in Polen nachzufeiern. Ich bin echt gerührt und das Pralinchen freut sich riesig!

Damit endet unser Osterwochenende in Polen. Und wie habt ihr Ostern gefeiert? Viele Bilder seht Ihr bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Polnische Ostern: Wochenende in Bildern

Wir feiern jedes Jahr polnische Ostern, und so steht auch dieses Osterwochenende ganz im Zeichen der polnischen Tradition. Die Familie meiner Mama kommt aus Polen, und so hat sich das bei uns mittlerweile eingebürgert, dass wir Ostern immer auf diese Art feiern.

Am Ostersamstag gibt es bei uns zu Hause erstmal kein Frühstück, denn das darf man erst essen, nachdem die Speisen geweiht worden sind. Wir gehen zu Oma und Opa und auch die Zwillinge – mein Cousin und meine Cousine – sind aus Polen angereist. Sie sind gerade 18 geworden.

Die Oma färbt mit dem Pralinchen Eier mit Zwiebelschalen. Eines davon soll ins Osterkörbchen kommen.

Das Osterkörbchen, ganz nach polnischer Ostertradition, wird vorbereitet: mit sieben verschiedenen Speisen, von denen jede etwas symbolisiert. Das Brot steht für Wohlstand, das Ei für Wiedergeburt, das Salz soll Böses vertreiben, die Wurst soll Gesundheit und Fruchtbarkeit garantieren, der Käse symbolisiert die Eintracht des Menschen mit der Natur, der Meerrettich steht für körperliche Stärke und der Kuchen für Vollkommenheit. Das Pralinchen hat noch einen selbstgebastelten Osterhasen und ein Küken hineingeschmuggelt.

Meine kleine Erdbeere macht sich mit dem Osterkörbchen auf den Weg in die Kirche.

Dort werden die Speisen geweiht, die für das Osterfrühstück vorgesehen sind. Die Menschen haben sich mit ihren Körbchen ganz viel Mühe gegeben.

Endlich gibt es das lang ersehnte Osterfrühstück. Es sind schon alle ganz hungrig.

Am Nachmittag gehen Mann und Kind in den Park. Ich habe den Mann gebeten, dass er Fotos machen soll, aber das hat er leider vergessen. Darum habe ich nur dieses eine Foto für Euch, als das Pralinchen am Abend vor dem Schlafengehen noch Osterputz macht. „Muss putzen, weil es gibt Unordnung“. Ja, das hat sie tatsächlich gesagt. Meine Karriere als ordentliche Hausfrau ist hiermit wohl beendet.

Die Nacht war sehr mühsam, wahrscheinlich musste sie die vielen Eindrücke verarbeiten, denn sie konnte ganz lange nicht einschlafen und ist mehrmals aufgewacht.

Am nächsten Tag starten wir wieder mit einem gemütlichen Frühstück, im Beisein von Schaf, Eiern, Hühnchen und Co.

Das Pralinchen sucht Ostereier. Wo könnte der Osterhase sie wohl versteckt haben?

Da unten?

In der Schatztruhe?

Oder da drinnen?

Dieses Foto ist übrigens im Technischen Museum entstanden, wo gerade ein neuer Spielbereich  dazugebaut worden ist. Ich finde, das haben sie richtig schön gemacht.

Mein Mädchen entdeckt das Universum.

Danach geht’s weiter zum Ostersonntag feiern bei Oma, Opa und den Zwillingen.

Nach polnischer Tradition nimmt man sich ein Ei und teilt dem anderen mit, was man sich für ihn wünscht.

Meine Mama hat sich wieder ins Zeug gelegt, was das Palmsonntags-Essen betrifft. Es gibt polnische Rote-Rüben-Suppe und Osterschinken.

Und zum Nachtisch einen polnischen Osterkuchen mit Schoki.

So, das waren unsere polnischen Ostern. Und wie habt Ihr die Feuertage verbracht? Viel mehr Bilder sehr Ihr bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Copyright © 2018 · Theme by 17th Avenue