Erste Arbeitswoche

Wochenende am Bauernhof 12./13. August

Wir sind über das verlängerte Wochenende mit Freunden auf einen Bauernhof gefahren und haben die Landidylle genossen. Das Pralinchen hat Freundschaft mit einer Katze geschlossen und ist das erste Mal auf einem Pony geritten. Und überhaupt war das alles ein großes Abenteuer für sie. Aber mal von vorne…

Samstag:

Zum Frühstück holen die Männer mit den Kindern Eier aus dem Hühnerstall. Eines davon war sogar noch warm von der Henne, die es gerade ausgebrütet hat. Frischer geht’s nun wirklich nicht mehr…

Das Wetter ist ziemlich kalt. Meine Freundin und ich machen es uns zu Hause gemütlich und die Kinder wollen natürlich raus an die frische Luft. Sie gehen mit ihren Papas auf den Spielplatz und erkunden die Gegend. Einer der Papas hat dabei ganz tolle Fotos gemacht:

Große Liebe: Das Pralinchen findet ein kleines Kätzchen auf dem Bauernhof und schließt es sofort ins Herz. Seitdem wird die Katze überall hingetragen, gekuschelt und geküsst. Und auch wenn mein Kleinkind nicht immer sehr zimperlich mit dem Tierchen umgeht: nach einer Weile fügt sich die Katze ihrem Schicksal und schläft sogar ganz entspannt auf Pralinchens Schoß ein.


Am Nachmittag schaue ich mir den Hühnerstall an. Ich liebe Hühner! Am liebsten würde ich nach diesem Wochenende welche auf dem Balkon haben.



Sonntag:

Frühstückszeit. Die Kinder sehen aus wie ein altes Ehepaar. Sie streiten sich, aber können auch nicht ohne einander und fragen immer wieder nach, wo der andere ist, wenn gerade nicht in der Nähe.


Nach dem Frühstück machen wir einen Ausflug in den lokalen Zoo.
Das Pralinchen will erstmal auf den Spielplatz und wir lassen sie auch. Sehr lange sogar. Doch nach einer Weile wollen wir weitergehen. Schließlich sind unsere Freunde auch schon etwas weiter und wir wollen uns ihnen anschließen. Das Kind wird bockig, willigt aber doch ein, mit uns mitzukommen. Doch dann rennt sie wieder zurück zum Spielplatz und klettert auf eine Rutsche, wobei sie stolpert, hinfällt und sich eine blutige Lippe holt. Wir trösten sie, sind aber zugleich auch ziemlich sauer, dass sie von uns weggelaufen ist, obwohl wir es anders abgesprochen hatten. Ja, Kinder bringen uns manchmal echt an unsere Grenzen! Ach, wahrscheinlich hatten wir einfach zu hohe Ansprüche an sie und ihr Bedürfnis war stark, sich am Spielplatz austoben zu können…


Wir gehen endlich weiter zu den Tieren. Der Gorilla zeigt, was er von den Zoobesuchern hält.


Kurze Stärkung. Kulinarisch haben wir keine großen Höhenflüge gemacht. Überall gibt es hier recht viel Fleisch und Pommes dazu. Schade irgendwie. Umso mehr freut es mich, dass ich einen Salat finde, und das Pralinchen isst die Frittatensuppe auch sehr gerne mit.


Nach dem Mittagsschlaf geht es weiter in den Aqua Zoo mit Haifischbecken.


Am Abend machen wir noch eine kleine Runde, um ein paar Fotos von der Gegend zu machen. Es ist wirklich wunderschön hier.



Am nächsten Tag machen wir es uns wieder auf dem Bauernhof gemütlich und das Pralinchen darf zum ersten Mal auf einem Pony reiten. Es hat ihr Spaß gemacht, aber der absolute Renner bleibt immer noch das kleine, schwarze Kätzchen.


Und was habt Ihr so am Wochenende erlebt? Viele Bilder vom Wochenende seht Ihr wie immer bei Susanne von Geborgen Wachsen.

Erste Arbeitswoche: Ich bin eine bessere Mama!

Auf Twitter hat mich die liebe @mamischreibt gefragt, wie meine erste Arbeitswoche war. Das habe ich sehr nett von ihr gefunden. Und während ich ihr zurücktwitterte, dachte ich mir, dass ich da irgendwie mehr dazu zu sagen habe, als nur ein paar Zeilen auf Twitter. Deshalb dieser Beitrag.

Diese Woche war anstrengend…aber auch toll zugleich

Anstrengend deshalb, weil wir immer noch die Eingewöhnung im Kindergarten machen, ja, IMMER NOCH! Wir haben im November angefangen und sind jetzt bei zwei Stunden am Vormittag. Aber wir gewöhnen auch im Schneckentempo ein, weil ich das so wollte und unser Kindergarten zum Glück flexibel genug war, um das mitzumachen. Also mache ich jetzt im Januar die Eingewöhnung am Vormittag und gehe am Nachmittag ein paar Stunden arbeiten. Dann passt die Oma auf das Pralinchen auf. Ab Februar arbeite ich dann nur mehr am Vormittag.

Es macht mir richtig Spaß, wieder in die Arbeitswelt einzutauchen! Die Babypause hat mir gut getan: ich bin jetzt umso motivierter, die Ideen sprudeln, die Kreativität hat einen neuen Aufschwung bekommen. Endlich komme ich auch ein wenig unter Leute. Manchmal fühlte ich mich in den letzten zwei Jahren wie so ein einsamer Sonderling. Zwar treffe ich mich immer wieder mit Mamas, aber es ist ein Unterschied, ob man sich mit Erwachsenen ohne Kinder unterhält oder mit. Und was für einer! Endlich wird man nicht ständig unterbrochen und kann einen Satz zu Ende sprechen.

Ich bin eine bessere Mama

Ich fühle mich ausgeglichener, bin nicht mehr so leicht genervt, freue mich schon richtig darauf, das Pralinchen zu sehen. Es ist schon angenehm, wenn man nicht immer nur auf dem Kind „hockt“. An alle Mamis da draußen, die noch nicht arbeiten und sich vielleicht noch im ersten, besonders anstrengenden Babyjahr befinden: es wird besser, sobald das Kind in den Kindergarten, zur Tagesmutter oder in die Spielgruppe kommt. Schon zwei Stunden täglich machen einen Unterschied!

Gleichzeitig kommt mit der Arbeit auch ein immenser Termindruck auf einen zu: in der Früh rechtzeitig das Kind in den Kindergarten bringen, wieder abholen, Mittagsschlaf, Essen kochen, ab zur Oma und dann ins Büro fahren. Bei der Arbeit ist es auch nicht mehr so wie früher, dass ich alles entspannt machen konnte. Jetzt habe ich weniger Stunden zur Verfügung, muss rechtzeitig wieder bei der Oma sein, um das Kind abzuholen. Denn die Oma ist auch kein Fass ohne Boden.

Das liebe schlechte Gewissen 

Zu alldem gesellen sich immer wieder so blöde Gedanken hinzu, wie: „Tut es meinem Kind gut, mich so lange nicht zu sehen? Was, wenn es ihr gar nicht gut geht damit? Werde ich ihr gerecht? Bin ich wirklich eine bessere Mama, wenn ich arbeite?“

Und dann sage ich: „Stopp! So ist nun mal die Wirklichkeit. Du gehst in die Arbeit, dein Kind in den Kindergarten. Vielleicht hat sie genauso viel Spaß wie du? Vielleicht wird es aber auch Zeiten geben, wo es ihr nicht so gefällt? Es wird sich alles einspielen.“

Wie geht es Euch dabei, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen? Seid ihr oft müde und angespannt oder eher ausgeglichen? Gefällt euch die Arbeit? Und wie gut machen Eure Kinder mit? Ich freue mich über den Austausch mit Euch!

Copyright © 2019 · Theme by 17th Avenue