Karriere

Erste Arbeitswoche: Ich bin eine bessere Mama!

Auf Twitter hat mich die liebe @mamischreibt gefragt, wie meine erste Arbeitswoche war. Das habe ich sehr nett von ihr gefunden. Und während ich ihr zurücktwitterte, dachte ich mir, dass ich da irgendwie mehr dazu zu sagen habe, als nur ein paar Zeilen auf Twitter. Deshalb dieser Beitrag.

Diese Woche war anstrengend…aber auch toll zugleich

Anstrengend deshalb, weil wir immer noch die Eingewöhnung im Kindergarten machen, ja, IMMER NOCH! Wir haben im November angefangen und sind jetzt bei zwei Stunden am Vormittag. Aber wir gewöhnen auch im Schneckentempo ein, weil ich das so wollte und unser Kindergarten zum Glück flexibel genug war, um das mitzumachen. Also mache ich jetzt im Januar die Eingewöhnung am Vormittag und gehe am Nachmittag ein paar Stunden arbeiten. Dann passt die Oma auf das Pralinchen auf. Ab Februar arbeite ich dann nur mehr am Vormittag.

Es macht mir richtig Spaß, wieder in die Arbeitswelt einzutauchen! Die Babypause hat mir gut getan: ich bin jetzt umso motivierter, die Ideen sprudeln, die Kreativität hat einen neuen Aufschwung bekommen. Endlich komme ich auch ein wenig unter Leute. Manchmal fühlte ich mich in den letzten zwei Jahren wie so ein einsamer Sonderling. Zwar treffe ich mich immer wieder mit Mamas, aber es ist ein Unterschied, ob man sich mit Erwachsenen ohne Kinder unterhält oder mit. Und was für einer! Endlich wird man nicht ständig unterbrochen und kann einen Satz zu Ende sprechen.

Ich bin eine bessere Mama

Ich fühle mich ausgeglichener, bin nicht mehr so leicht genervt, freue mich schon richtig darauf, das Pralinchen zu sehen. Es ist schon angenehm, wenn man nicht immer nur auf dem Kind „hockt“. An alle Mamis da draußen, die noch nicht arbeiten und sich vielleicht noch im ersten, besonders anstrengenden Babyjahr befinden: es wird besser, sobald das Kind in den Kindergarten, zur Tagesmutter oder in die Spielgruppe kommt. Schon zwei Stunden täglich machen einen Unterschied!

Gleichzeitig kommt mit der Arbeit auch ein immenser Termindruck auf einen zu: in der Früh rechtzeitig das Kind in den Kindergarten bringen, wieder abholen, Mittagsschlaf, Essen kochen, ab zur Oma und dann ins Büro fahren. Bei der Arbeit ist es auch nicht mehr so wie früher, dass ich alles entspannt machen konnte. Jetzt habe ich weniger Stunden zur Verfügung, muss rechtzeitig wieder bei der Oma sein, um das Kind abzuholen. Denn die Oma ist auch kein Fass ohne Boden.

Das liebe schlechte Gewissen 

Zu alldem gesellen sich immer wieder so blöde Gedanken hinzu, wie: „Tut es meinem Kind gut, mich so lange nicht zu sehen? Was, wenn es ihr gar nicht gut geht damit? Werde ich ihr gerecht? Bin ich wirklich eine bessere Mama, wenn ich arbeite?“

Und dann sage ich: „Stopp! So ist nun mal die Wirklichkeit. Du gehst in die Arbeit, dein Kind in den Kindergarten. Vielleicht hat sie genauso viel Spaß wie du? Vielleicht wird es aber auch Zeiten geben, wo es ihr nicht so gefällt? Es wird sich alles einspielen.“

Wie geht es Euch dabei, Kind und Karriere unter einen Hut zu bringen? Seid ihr oft müde und angespannt oder eher ausgeglichen? Gefällt euch die Arbeit? Und wie gut machen Eure Kinder mit? Ich freue mich über den Austausch mit Euch!

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